Berichte 2019


100km Deutsche Meisterschaft in Kandel, Deutschland


Am Freitag Mittag trafen sich Georg und ich in Bietigheim-Bissingen am Bahnhof. Dieser lag nicht weit entfernt von meinem Arbeitsplatz und wir hatten somit schon die halbe Strecke nach Kandel hinter uns. Entgegen der Tradition war dieses Mal meine Frau nicht dabei, nachdem Sie andere Termine hatte. Nach fast zwei Stunden Fahrt kamen wir am Stadion in Kandel an. Dort holten wir kurz unsere Startnummern ab und fuhren direkt weiter zur Unterkunft. Diese lag ca. 10km entfernt in Oberhausen. Wir richteten uns kurz ein und brachen gleich zum Abendessen auf. Auf dem weg zum Auto kamen uns schon die nächsten Gäste entgegen. Und wer hätte es gedacht – Läufer. Nach einem guten Abendessen beim Vietnamesen trafen wir noch die letzten Vorbereitungen und legten uns schlafen.

Am nächsten Morgen gab es natürlich noch kein Frühstück in der Unterkunft. Aber wie uns schon beim Abholen der Startnummern bestätigt wurde, gab es ein Frühstück vor Ort. Obwohl es auch die Möglichkeit eines Frühstücksbuffets gab, holte ich mir nur einen Kaffee und ein Stück Kuchen. Dies reichte mir, nachdem ich kein großer Frühstücker bin und schon gleich gar nicht vor einem Wettkampf. Kurz vor dem Start gab es noch eine kurze Eröffnungsrede und dann endlich der Startschuss. Von Anfang an ging wurde an der Spitze Gas gegeben und man bekam selbst als Läufer sehr viel vom Geschehen mit. Grund hierfür war die Streckenführung, welche einige Doppelstücke hatte. Hinzu kam die Runde im Stadion. Hatte man diese hinter sich gebracht lief man auf dem ersten Doppelstück ca. 300m bis es einen großen Bogen durch die Aue gab. Am Ende erreichte man eine Wasserstelle von der aus wir auf einem ca. 200m langen Hin- und Rückstück zu einem Wendepunkt liefen. Zurück an der Wasserstelle ging es zurück zum ersten Doppelstück und dann ins Stadion. Dort erwartete einem dann auch die offizielle Versorgung. Diese war direkt nach der Zeitmatte aufgebaut. Danach war der Bereich für die Eigenversorgung. Dieser erstreckte sich fast bis zum Ende der Stadionrunde. Leider war die offizielle Versorgung sehr übersichtlich. Am Anfang gab es Wasser, Iso und Cola. Nach ca. 1,5 Stunden kam dann doch noch Tee dazu. Jedoch dauerte es etwas bis dieser abkühlte. Bis dahin behalf ich mir einfach mit den heißen Tee mit Wasser zu mischen und abzukühlen. Bei den Essen gab es etwas mehr Auswahl, sogar Müsli war im Angebot.

Bei den Männern ging das Rennen von Anfang an schnell los. Es schien spannend zu werden, denn die ersten Drei hätten mit dem Tempo alle eine Endzeit von unter 7 Stunden erreicht. Doch wie auch im restlichen Feld bröckelte es nach den ersten paar Stunden. Ich lief zügig, aber kontrolliert mit Gernot los. In der zweiten Runde schlossen wir dann auf die führende Frau auf. Für sie war es der erste 100er und wie schon bei der 6-Stunden-Meisterschaft dieses Jahr, lief sie souverän mit einem konstanten Tempo bis zum Ende. Während Gernot nach der dritten Runde etwas Tempo heraus nahm, lief ich zusammen mit ihr bis in die neunte Runde. Danach musste ich kurz Austreten. Als ich von den Toiletten zurück zur Stecke ging merkte ich schon, dass die Kraft weg war und ich hatte ein komisches Gefühl. Ich nahm etwas Tempo heraus und lief weiter. Von da kam ich nicht mehr ins Rennen hinein und mir wurde recht schnell klar, dass meine angepeilten 8:25 nicht mehr zu erreichen waren. Und dies, obwohl nach der ersten Hälfte sogar noch eine Zeit unter 8 Stunden möglich gewesen wäre. Dennoch merkte ich, dass ich mich Stück für Stück vorarbeitete. Wie ich später erfuhr hatten viele Läufer Probleme mit dem kühlen Morgentemperaturen und der wärme am Mittag. Trotz einigen Toilettengängen war ich mir recht sicher eine Zeit unter 9 Stunden zu erreichen, womit ich eigentlich noch zufrieden gewesen wäre. Doch das Schicksal wollte es anders. Als es für mich in die letzte Runde ging meldete sich mein Magen und machte mir auch hier einen Strich durch die Rechnung. Allein dadurch büßte ich dann nochmal 20 Minuten ein und rutschte noch einige Plätze ab. Dennoch reichte es am Ende noch für einen 2. Platz in der Altersklasse.

Nach dem Lauf ruhte ich mich kurz aus und ging dann gleich zum Duschen. Wenig später kam auch schon Georg. Auch er duschte und wir saßen noch etwas, um uns noch etwas austauschen. Jedoch wollten wir nicht zu lange bleiben, denn es standen noch ein paar Stunden Autofahrt vor uns. Bevor wir los fuhren hörten wir, dass es an die 20 Austeiger gab und dass bei weniger als 80 Starter.


Ergebnisse:
Männer: Frauen:
Platz Name Vorname Km Platz Name Vorname Km
1 Collet Andre 6:53:22 1 Gölz Susanne 7:54:34
2 Ahlburg MArtin 7:11:16 2 Bischoff Natascha 8:15:25
3 Sellner Alex 7:42:35 3 Jezek Julia 8:19:57
34 Koch Rainer 9:13:23

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